Sex lernen mit einem anderen Absolute Beginner? Ist das möglich?

 

(E) Workshop für Zwei


„Workshop für Zwei“ ist eine Liebesschule und ein Therapieangebot für Menschen, die - ohne miteinander liiert zu sein -  zu zweit Erfahrungen machen möchten, um ihre sinnlichen und erotischen Fähigkeiten zu erweitern.  
Ausführlichere Informationen finden Sie/findest Du auf meiner Website unter http://www.sexualberatung-in-frankfurt.de/seminare.html
 
Eine Teilnehmerin berichtet: 
 

Anna Marie (31)

„Ich bin 31 Jahre und Absoluter Beginner.

Die Feststellung sich selbst einzugestehen, dass mir ein Partner fehlt, mit dem ich Liebe und Geborgenheit erleben kann und ich selbst nicht weiter komme dies zu ändern, hat sehr lange gedauert. Den Mut aufzubringen sich bei Monika zu melden war eine weitere große Herausforderung. Es hat sich aber schon jetzt gelohnt. Monika gab mir das Gefühl nicht alleine zu sein und mein Leben positiv verändern zu können. Sie machte nach dem zweiten Coachingtermin den Vorschlag mit einem anderen Absoluten Beginner, der auch bei ihr Hilfe sucht, in die Körperarbeit einzusteigen. Diese Möglichkeit ist ein Geschenk des Himmels, den wir sind uns sympathisch und machen in unserem Tempo große Fortschritte. Es ist schön, sich offen und ehrlich über unsere fehlende Erfahrung austauschen und rücksichtsvoll gemeinsam die ersten Erfahrung zu machen.

Ich weiß, dass noch eine lange Strecke vor mir liegt, aber ich habe das Gefühl auf einem guten Weg zu sein und freue mich auf die Zukunft!“

Wie beginnt das?

Ein Mann und eine Frau befinden sich bei mir Coaching. Wenn ich das Gefühl habe, jetzt ist der Klient/die Klientin soweit, weitere reale Erfahrungen zu machen, dann überlege ich, wer zu ihm/zu ihr passen könnte.

Es muss passen vom Alter her, von den Vorerfahrungen, vom Stand der Entwicklung, von der sozialen Interaktionsfähigkeit, vom Aussehen …  also da kommen schon einige Kriterien zusammen. Ich klopfe dabei behutsam an, wie denn ein „Wunschpartner“ aussehen könnte oder wie er auf keinen Fall sein sollte. Denke ich, es gibt jemanden mit dem/der es passen könnte, dann beginne ich das Thema behutsam einzubringen. Könnte ein „Workshop für Zwei“ infrage kommen? Ja, vielleicht, nein? Auch bei einem „Nein“ könnte es sein, dass sich die Meinung zwei, drei Monate später ändert, dann, wenn das Selbstvertrauen durch das Coaching bereits gewachsen ist.

Wenn Sie und Er sich vorstellen können, so etwas einmal auszuprobieren, dann schlage ich einen Kennenlerntermin vor. Beide können sich in meiner Praxis ganz unverbindlich “beschnuppern“. Sie sitzen beieinander, sprechen miteinander. Was ist das für ein Mensch, der mir da gegenübersitzt? Wie ist die Atmosphäre? Vielleicht schlage ich erste Übungen vor, Nähe-Distanz-Übungen oder Berührungen auf dem Rücken, dem Arm. Danach können beide in Ruhe entscheiden, ob es weitergeht oder auch nicht. Eine Entscheidung gegen einen „Workshop für Zwei“ hat manchmal gar nichts mit der anderen Person zu tun, sondern vielleicht mehr mit der Angst vor der eigenen Courage.

Was passiert dann?

Es gibt nun die wunderbare Gelegenheit, Erfahrungen mit einem anderen Menschen zu machen, im geschützten Raum, mit jemandem, der in der gleichen Situation ist. Man darf also völlig offen sein. Auftretende Probleme oder Unkenntnis brauchen nicht peinlich zu sein, denn auch der „Mitspieler“ hat Unsicherheiten.
 
Zunächst beginnt es mit ein bisschen Bewegung, vielleicht Tanz, obwohl gerade das Tanzen manchmal für den einen oder die andere besonders stressig ist. Aber es geht ja gerade darum, gemeinsam in Bewegung zu kommen, im wortwörtlichen Sinne. Sich immer ein bisschen besser kennen zu lernen und auch etwas zu wagen. Die ersten Übungen sind Berührungen auf dem bekleideten Körper.  Gerne der Rücken, oder die Arme. Ich lade dazu ein, über die Empfindungen zu sprechen. Wie fühlt sich das an? Wie fühlt man sich dabei? Ja, weiter? Oder nein, stopp?

Im Laufe der Sessions und des immer besseren Kennenlernens, kann immer weiter vorwärts gegangen werden. Es kann beim Berühren, Streicheln auf dem bekleideten Körper bleiben. Es kann aber auch zu mehr Erotisierung kommen. Erregung und Lust darf mit Freude erlebt werden. Alles ist möglich, aber nichts muss. Die Praxis ist dabei ein geschützter Raum, in dem neue Erfahrungen gemacht werden können.

Die Workshops für Zwei erfahre ich immer wieder als absolute Bereicherung für alle Beteiligten und sehr herzwärmend. Wenn ein erwachsener Mann und eine erwachsene Frau hier erste Erfahrungen machen dürfen, die sie sich vorher jahrelang gewünscht haben, ist das überaus berührend. Zum Beispiel zieht eine Klientin ihren BH aus, weil sie entscheidet, das Streicheln ist viel angenehmer auf der Haut und ohne BH und zum ersten Mal im Leben sieht ein Mann ihre nackte Brust und berührt sie behutsam. Und die Klientin stellt fest: das fühlt sich ja super an! Das habe ich nicht gewusst, dass sich das so gut anfühlt!

Das, was ich schreibe, könnte sich für einen Menschen, der noch gar keine Erfahrung gemacht hat, sehr eigenartig anfühlen. Er könnte sich fragen, ist es nicht besser auf einen Partner zu warten und mit ihm diese Erfahrungen zu machen? Ja, sicher wäre das super. Aber… das könnte noch ein paar Jahre dauern. Und meine Beobachtungen sagen, je mehr Erfahrung man hat, desto einfacher und leichter wird es, nach draußen zu gehen und einen Partner zu gewinnen.

Ist das für alle Klienten zu empfehlen?

Nein, nicht für alle. Es muss die grundsätzliche Bereitschaft und ebenso die Fähigkeit dazu vorhanden sein, sich aufmerksam, liebevoll und wertschätzend einer anderen Person nähern zu können – denn der andere ist kein Therapeut. Das Geben und Nehmen soll ungefähr gleich verteilt sein können. Es ist von Vorteil, offen und positiv auf neue Erfahrungen reagieren zu können. Es soll die Fähigkeiten vorhanden sein, eine andere Person sanft und aufmerksam zu berühren ohne sich allein auf die Erregung zu fokussieren. Manchmal braucht es einige Zeit, diese Fähigkeiten aufzubauen, besonders wenn große Ängste vorhanden sind.

Können aus Teilnehmern auch Partner werden?

Meistens nein, sehr selten ja. Meistens gehen beide Teilnehmer nach Abschluss der Sessions wieder auseinander und in ihr eigenes Leben, ohne Telefonnummern auszutauschen. Manchmal entwickelt sich eine Freundschaft. Manchmal wird auch ohne Coaching weiter geübt. Und ab und zu, aber sehr selten, entwickelt sich eine liebevolle Partnerschaft.